DAV-Leitbild

Einleitung

Das gesellschaftliche Umfeld, in dem sich der Deutsche Alpenverein bewegt, hat sich gerade in den letzten Jahren stark verändert. Vor diesem Hintergrund werden Organisationen wie der DAV nur dann erfolgreich bestehen können, wenn sie die Ursachen der Veränderungen erkennen und die Strukturen und Angebote danach ausrichten. Je fundierter sich Organisationen dieser Auseinandersetzung stellen, desto aussichtsreicher werden ihre Zukunftsperspektiven sein.

Der Wandel zeigt sich zum Beispiel in einer vielfältigeren und anspruchsvolleren Erwartungshaltung der Mitglieder. Aber auch Behörden und Verbände setzen immer höhere Maßstäbe an. Der Trend zum Konsumdenken und zur Individualisierung wird sich weiter fortsetzen. Dies beeinflusst die Position des DAV und fordert ihn heraus.

Der DAV, in dem Bergkameradschaft, Solidarität und Offenheit nach wie vor eine entscheidende Rolle spielen, hatte deshalb gute Gründe zu einer systematischen Selbstreflexion und Positionsbestimmung. Im Spannungsfeld von Tradition und Moderne standen dabei vor allem seine ideellen Zielsetzungen und organisatorischen Grundlagen auf dem Prüfstand.

Dieser Aufgabe haben wir uns gestellt. Auf der Grundlage einer umfassenden Befragung von Mitgliedern und Sektionen, die im Frühjahr 2000 durchgeführt wurde, entstand ein Leitbildentwurf, der von der DAV-Hauptversammlung 2001 in Duisburg verabschiedet wurde. Dieses einstimmig beschlossene Leitbild ist die Handlungsgrundlage für alle Ebenen des DAV und soll seine Wirkung auch bei den Mitgliedern und in der Öffentlichkeit erzielen.

Das vorliegende Leitbild beweist, dass wir – auf dem Fundament einer langen Tradition, im Bewusstsein großer gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit und unter Abstützung auf das Ehrenamt – über hervorragende Möglichkeiten verfügen, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern.

München, im Juli 2001

Josef Klenner
Erster Vorsitzender



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