Die Wandergruppe …unterwegs… August bis November 2017

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Die Wandergruppe ...unterwegs

Wandern und Mountainbike...
Am 27.8.2017 starten wir mit Franz und Gisela Viola zur 15-km-Wanderung von Zierenberg zur Ruine Schartenburg, weiter über Schreckenberg mit Aussichtsturm, Alpenpfad und Jägerpfad zurück nach Zierenberg. Bei bestem Sommerwetter erleben wir allerdings ein außergewöhnliches Ereignis: in Zierenberg starten ab dem frühen Morgen ca. 700 (!) Rennradler (MTB), wobei die Streckenführung häufig unserem Wanderweg ähnelt, sodass wir sehr große Rücksicht bei Begegnungen und Vorbeifahrten nehmen. Am Alpenpfad erfreuen wir uns an den Burenziegen, welche die Dörnbergflächen beweiden, damit sich seltene Pflanzen entwickeln bzw. behaupten können. Zum Abschluss dieses gelungenen Wandertages servieren Gisela und Franz auf Klapptisch Kaffee und köstlichen selbst hergestellten Kuchen. Herzlicher Dank gilt beiden außerdem für die Führung am Wandertag, immerhin wurden wegen der MTB-Strecke spontan einige Änderungen des Wegeverlaufes vorgenommen, um die Radler nicht zu stören.

Bilder in der Galerie:
1- Franz Viola begrüßt in Zierenberg,
2- Reste der historisch bedeutsamen Schartenburg,
3- Dörnberg,Alpenpfad - Naturschutz für Orchideen durch Ziegen

Eine Rarität im südniedersächsischen Bramwald ist das wildromantische Steimcketal (oberhalb Bursfelde) mit Steimckebach im Naturschutzgebiet Totenberg. Auf einer Länge von ca. 2 km bestaunen wir am 10. September im tief eingeschnittenen Bachtal den Verlauf des kristallklaren Bachwassers, wie es rauschend und sprudelnd über das Bachbett fließt und dabei Formationen des Buntsandsteins freilegt, von riesigen gestuften Platten bis zu kleinen Quadern. Das niedersächsische  Forstamt fördert dabei die Entwicklung ökologisch verträglicher Baumarten, z.B. Erlen, so dass die wasser- bzw. feuchtliebende Fauna bessere Lebensbedingungen findet (Forelle, Feuersalamander...).  Weitere Besonderheit  sind die  Quarzit-Blöcke, u.a. der Uhlenstein, früher Odin-Stein genannt; für die Menschen der Steinzeit waren die Quarzite Ausgangsmaterial z. B. für Pfeilspitzen, Klingen oder auch zur Feuerentfachung. Den Abschluss des Wandertages genießen die Teilnehmer bei herrlichem Wetter im Fährhaus Hemeln an der Weser.

Bild in der Galerie:
4- Steimckebach

Am 24.9.2017 starten wir am alten Steinbruch oberhalb des Dörfchens Asbach (östlich BSA) zur Wanderung auf dem Premiumweg P16; nach steilerem Anstieg erreichen wir einen sehr schönen Kammweg mit tollen Einblicken in sehenswerte Muschelkalkbrüche mit Eibengehölz in Buchenbeständen (sehr selten) und gelangen schließlich zu den Aussichtpunkten „DietzenröderStein" und „Vatteröder Stein". Von den Felskanten bieten sich einmalig schöne Ausblicke. Die geologischen Formationen gleichen denen im Bereich „Hörne" oder „Heldrastein". Auf dem Rückweg besichtigen wir die Ruine Altenstein und begegnen dabei mit „Hallo" der Familiengruppe. Die Landgaststätte „Asbach-Uralt-Schmiede" in Asbach ist sicher wie die umgebende Landschaft nicht nur einen Besuch wert!

Bilder in der Galerie:
5- Dietzenröder Stein,
6- Aronstab - giftig - unter Naturschutz,
7- Rast nähe Burgruine Altenstein

Heinz Busse-Kern führt uns am So., 9.10. von Veckerhagen hinauf in den Reinhardswald; vorbei am Mühlenberg und dem Denkmal für Förster Uwe Mensdorf, der dort erschossen wurde, geht's durch besondere Mischwaldgebiete (Pilze!) zum Gahrenberg, früheres Braunkohlezechengebiet . Dort legen wir in der großzügig angelegten Hütte des Wandervereins Reinhardshagen die Mittagsrast ein. Entlang der beeindruckenden Schlucht der „Nassen Ahle" und weiter am Waldrand mit schönem Panoramablick auf das Wesertal gelangen wir zurück nach Veckerhagen, kehren nach 20 km in der dortigen Gaststätte ein und danken Heinz für eine sehr schöne Tour durch den Reinhardswald mit fachkundigen Erläuterungen zu Flora, Fauna sowie historischen, technischen und kulturellen Objekten.

Bilder in der Galerie:
8- Garenberghütte Rast,
9- Reinhardshagen im Wesertal

Mit Detlef Ringeler erkunden wir am 22.10.17 das Städtchen Naumburg und die Weidelsburg. Obwohl die Wetternachrichten sehr negative Prognosen liefern, regnet es während dieser Tour zwischen Naumburg und der Weidelsburg nicht. Im Café Hasenacker erfreuen wir uns an riesigen Kuchenportionen und steigen, so gestärkt, bei guter Stimmung abschließend - obwohl nicht eingeplant - auf die Weidelsburg, die alte Mainzische Feste, die über Jahrhunderte als sehr große Anlage den geografisch nördlichen Interessen der Mainzer Kurfürstbischöfe diente.

Bild in der Galerie:
10- Innenhof der Weidelsburg

Trotz schlechter Wetterprognose steigen 19 Wanderinnen und Wanderer am 12. 11. von Altmorschen auf den Wildsberg. Bei diesiger, nebliger Atmosphäre erkennen wir die Weite des Fuldatales bis Rotenburg und freuen uns über den späten noch bunten Herbstwald, teils steht Nebel im Forst. Das Restaurant der Klosteranlage Haydau bietet in sehr gepflegter Atmosphäre einen angenehmen Wanderabschluss. Zum historischen Teil: Das Kloster wird im Jahr 1235 als Zisterzienserinnenkloster durch Hermann von Treffurt gestiftet. Nach der Säkularisierung im Jahr 1527durch Landgraf Philipp sowie folgender Nutzung als Jagdschloss (Landgraf Moritz) entstehen später Parkanlagen, Orangerie und Herrenhaus (Landgraf Karl). Mit erheblichen Mitteln (Fa. Braun) wird das Kloster Heydau in den Jahren 2009 - 2017 saniert und ausgebaut. Im Zentrum befindet sich die frühgotische Kirche mit den ursprünglichen Gebäuden, umgeben vom kleinen, feinen barocken Klosterpark als auch von mehreren historischen Gebäudekomplexen,  in welchen nunmehr Tagungsräume sowie das Hotel mit Restaurant unter Beachtung der historischen Bausubstanz architektonisch gut eingepasst sind. Sehr besuchenswert. Führungen in der Kosteranlage sind möglich.

Bilder in der Galerie:
11- Klosteranlage Heydau heute Jahr 2017,
12- Vor der Wildsberghütte

Jochen Moll