Hochtourenausbildung 2017

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Hochtourenausbildung 24-28.Juni 2017 in der Silvretta.

Wir treffen uns um 15.00 am Parkplatz der Bielerhöhe an der Silvretta Hochalpenstraße.

Wir, das sind Michael, Simone, Dirk, Steffen, Peter, Christian, Ulrich, Thomas, Martina, Ralf, Franz und ich.

Nach zwei Stunden Zustieg zur Wiesbadener Hütte (2443m) erreichen wir unser Quartier für die nächsten Tage. Einige nehmen den „Sommerweg“, die meisten entscheiden sich für den Normalweg über die Fahrstraße zur Hütte.

Kaum dort angekommen um 17.45 Uhr, werden wir schon vom Hüttenwirt ermahnt, unsere Plätze für das Abendessen (pünktlich um 18.00 Uhr!) einzunehmen. Hier herrscht Ordnung auf der Hütte.  10 von 12 Teilnehmern des Ausbildungskurses sind auf der Hütte, die 2 Fehlenden wollen noch am nächsten Morgen zu uns stoßen. Das Wetter soll nicht so toll werden in den nächsten Tagen, aber das wird uns nicht abschrecken. Wir verbringen den Abend im Gastraum, erzählen von bereits unternommen Touren und planen die nächsten Tage.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit Dauerregen…na toll, lässt sich aber leider nicht ändern.

Zum Glück verfügt die Wiesbadener Hütte über eine relativ großzügige Überdachung im Außenbereich, so dass wir uns nach dem Frühstück alle draußen treffen und den Vormittag mit Knotenkunde, Selbstrettung aus der Gletscherspalte, dem Schweizer Flaschenzug und anderen Ausbildungsinhalten verbringen. Als am Nachmittag das Wetter etwas besser wird und der Dauerregen aufhört, folgen wir unserem Bewegungsdrang, und unternehmen eine insgesamt 4 stündige Wanderung zum nahegelegenen Hohen Rad (2934m).

Pünktlich zum Abendessen erreichen wir die Hütte. Für den morgigen Tag ist besseres Wetter angesagt, so dass wir die Tour zum Piz Buin planen. In 3 vierer-Seilschaften werden wir uns auf dem Gletscher bewegen.

Der nächste Morgen bringt gutes Wetter wie vorhergesagt, perfektes Wetter für den Gipfel. Um 7:00 Uhr haben sich alle vor der Hütte versammelt, kurze Ausrüstungskontrolle und schon geht’s los. Zuerst über Fels und Schutt, über die Grüne Kuppe, dann erreichen wir den Rand des Gletschers. Anlegen der Klettergurte und Steigeisen und los geht’s.

Nach einem entspannten Zustieg über den Ochsentaler Gletscher und einer leichten Kletterpassage im II bis III Schwierigkeitsgrad erreichen wir um 11:30 Uhr den Gipfel des Piz Buin (3312m).

Auf dem Abstiegsweg suchen wir ein geeignetes Gelände um noch einige Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Es wird ein Eispickel als T-Anker im Schnee vergraben und der Belastungsversuch von 4 Leuten, die mit aller Kraft am Seil ziehen, zeigt allen ganz deutlich, wie stabil ein solcher Sicherungspunkt sein kann. Mit der Eisschraube wird die Abalakov-Eisanduhr geübt, auch diese überzeugt die Teilnehmer durch Ihre Festigkeit. Das gehen mit Steigeisen am abschüssigen Blankeis wurde in allen Variationen mit denen man einen Eishang  begehen kann geübt….vorwärts rückwärts seitwärts abwärts

Mal wieder pünktlich zum Abendessen erreichen wir uns Domizil und genießen unser wohlverdientes Abendessen nach dieser schönen Gipfeltour.  Morgen wollen wir die Bergung aus der Gletscherspalte üben und die gewonnenen Kenntnisse im Seilschaft gehen vertiefen. Den Abend verbringen wir mit Kartenkunde und Tourenplanung.

Der nächste Morgen beginnt mit Regen. Der Jamtalgletscher soll unser heutiges Ziel für die Spaltenbergung sein. Regen und Wind machen es nicht besonders angenehm auf dem Gletscher und so beschließen wir nach 1 ½ Stunden Frieren die Übungen abzubrechen bzw. eine andere Lokation dafür zu suchen.

Auf dem Rückweg zur Wiesbaden Hütte kommt unsere Gruppe an einem einladenden Firnfeld vorbei. Wir beschließen hier unsere Rettungsübungen als dreier Seilschaft zu machen. Jeder spielt jede Position mal durch. Das Wetter wird langsam auch wieder besser und am Nachmittag zeigt sich sogar die Sonne ein wenig. Die Gruppe von Franz gönnt sich noch einen kleinen Abstecher zur Dreiländerspitze. Erneutes Gipfelglück für diese Gruppe.

Am Mittwoch dann der Abstieg zur Bielerhöhe. Dauerregen die ganzen zwei Stunden die wir für den Abstieg brauchen. Wir sind patschnass bis auf die Unterhose und müssen uns erstmal was Trockenes anziehen bevor es weiter geht. Die einen fahren wieder nach Kassel, für andere beginnt ein Familienurlaub oder weitere Bergtouren in den Bergen.

Grüße aus dem schönen Söhrewald.

Volkhard Spiers.