Buchtipp Dezember 2016

Fisch sucht Fels
Von der Absurdität Norddeutschen Bergsteigens
Peter Brunnert

Format 12 x 18,5 cm, 270 Seiten, Panico Alpinverlag 1. Aufl. 2015; 14,80 €
Eigentlich sagt der Untertitel schon genug (und wer Peter Brunnert kennt, weiß auch schon genug): Wenn das Wetter beim besten Willen keine bergsteigerischen bzw. klettertechnischen Outdoor- Aktivitäten mehr zulässt, muss man sich „geistig" damit beschäftigen, quasi treibt man „mentales Training". Dabei darf man auch einiges dazulernen: vor allem, was man besser nicht machen sollte, denn beim genauen Hinsehen haben Peter Brunnert und seine Bergsteigerkameraden manches Mal unverschämtes Glück gehabt:

„Richard Goedeke hat 1959 an der Liebesnadel ein Abenteuer erlebt, das um ein Haar sein letztes geworden wäre. Arne und Steffen Grage (zusammen mit Peter Brunnert die Autoren des neuen Göttinger Wald- Kletterführeres) wurden überredet, nach Polen statt nach Arco zum Klettern zu fahren. Es gab Wodka. Rainer Leiwesmeier durfte an der Marmolada ein paar schmerzliche Erfahrungen machen. Und wir dürfen dabei sein. ... Eggert Keller hat ein irres Bergabenteuer erlebt, das vermutlich einmalig bleiben wird - und das mitten in der Nordsee. ..." (Danksagung S.8, Zeile 12 fff)

„Was bewegt die Bewohner der baumlosen, brettebenen Steppen in den Weiten Norddeutschlands, Berge zu besteigen? Obwohl es dort keine gibt? Peter Brunnert geht diesem Rätsel in 15 teils spannenden, teils komischen und teils grotesken Geschichten nach. Wer den Autor kennt, weiß: Da klappt nicht immer alles, wie gewünscht: In der Felsenstadt in Adrspach, in verschneiten Dolomiten- Wänden, auf einer kleinen roten Insel in der Nordsee, bei einem Überfall auf eine sächsische Lokomotive, bei Alkohol- Experimenten im Krakauer Jura oder einem Pharmakologischen Selbstversuch am Aconcagua - das Scheitern ist allgegenwärtig." (Buchrückseite)

Ausleihbar bei der DAV- Bücherei in der Murhardschen und Landes- Bibliothek am Brüder- Grimm- Platz unter der Katalog Nr. 35 DAV 8O 1940

Helene Worbes