Zukunftswerkstatt 2018

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Zukunftswerkstatt unserer Sektion

Am 10. und 11. Februar in diesem Jahr trafen wir uns im Naturfreundehaus Hoher Meißner nach 2002 und 2012 zur mittlerweile dritten Zukunftswerkstatt.

Wir waren 20 Vereinsmitglieder im Alter von 25 bis 79 Jahren: Manfred, Natascha, Reinhard, Günter, Walburga, Ulf, Silke, Holger, Karl, Winfried, Heidi, Horst (Umbi), Angelika, Arnulf, David U. und David G., Ulrich, Merlin, Sonja und Christian. Ein Teilnehmer musste gleich zu Beginn aus familiären, ein weiterer später aus gesundheitlichen Gründen abreisen.

Eine Zukunftswerkstatt beginnt mit einer Kritikphase. So fragten wir uns, was finden wir gut an unserer Sektion, deren Strukturen und Aktivitäten, was waren Highlights, was sind unsere Stärken. Ebenso stellten wir zusammen, was lief bzw. läuft nicht gut, was wollen wir verbessern.

Also schließt sich eine Phantasiephase an, in der wir erst einmal träumten, was wir gern hätten in unserer Sektion, was wir uns wünschen. Mit selbst erstellten Bildern im Wortsinne und kleinen Aufführungen stellten wir unsere Phantasien da, was im Jahr 2025 wie bei uns läuft.

Wir gingen nach dem „Trichterprinzip" vor: wir öffneten uns zuerst für alle Ideen und Gedanken, die uns durch den Kopf gingen. Dann engten wir alles ein auf Schwerpunkte, die wir auswählten, um sie genauer zu bearbeiten. Und schließlich entschieden wir konkrete Maßnahmen, die wir ergreifen wollen und werden.

Damit waren wir in der dritten, der Verwirklichungsphase.

Themenfelder waren schon in der Phantasie- und nun konkret in der Realisierungsphase zum einen die Kommunikation nach außen und innen. Dazu gehören natürlich auch unsere Internetseiten von Sektion, Halle und Hütte. Wie läuft aber überhaupt die Kommunikation zwischen den Einzelnen, den verschiedenen Gruppen unserer Sektion, so zum Beispiel zwischen den Kletterern und den Bergsteigern/-wanderern, zwischen Jung und Alt, zwischen Vorstand/Beirat und Mitgliedern, zwischen Aktiven und Passiven, ehrenamtlichen und bezahlten Mitwirkenden in unserer Sektion, auch zwischen Hütte und Halle.

Mit der Kommunikation hängt auch das Wir-Gefühl zusammen. Wie können wir das Bewusstsein dafür stärken, dass alle Bereiche unserer Sektion sich doch gegenseitig bedingen und zusammenhängen? Wie kooperieren wir, koordinieren uns, handeln zusammen? Wir sind ein Verein. Der ist vielseitig und vielfältig, auch widersprüchlich, aber nur so verändert er sich und bleibt lebendig.

Zum anderen ging es um die ehrenamtliche Mit-/Arbeit, die Arbeit der Freiwilligen, wie man heute sagt. Da besteht noch ein großer Bedarf an Leuten, die mitmachen, Verantwortung übernehmen. Ohne die läuft doch gar nichts!

Weitere Themen waren die Gestaltung und Nutzung unserer Räume im Kletter- und Vereinszentrum.

So besonders die Einrichtung eines größeren Kinder- und Jugendbereiches, aber auch die Veränderung des Bistros und die Renovierung und Verschönerung aller nun schon reichlich Gebrauchsspuren zeigenden Räumlichkeiten.

Ganz konkret erarbeiteten wir folgende Schritte, planten und bereiteten sie vor:

-       Kinder-/Jugendbereich: der jetzige Kinderraum wird verändert, die Nutzung des Hochkellers geplant und dann wird dieser ausgebaut werden.

-       Weitere Räume unseres Vereins- und Kletterzentrums: Foyer, Bistro, Flure und Räume werden step by step neu gestaltet, die Biertische bekommen eine Lagerstätte, die Raucher einen geeigneten Ort...

-       Ehrenamt: dieses und vergütete Tätigkeiten werden genauer definiert; ehrenamtliche Tätigkeit bedarf mehr und anderer Wertschätzung; mehr Ehrenamtliche sind zu gewinnen, dazu Menschen konkret anzusprechen. Wir sind schließlich kein Dienstleistungsunternehmen.

-       Internetseiten: die Kletterzentrumsseite ist gut; die Seiten von Sektion und Hütte bekommen ein neues Konzept, alle drei Seiten ein gemeinsames Erscheinungsbild (corporate design).

-       Wir-Gefühl: wir laden ein, zusammen auf unsere Hütte zu gehen, konkret am letzten Juli-Wochenende zum Jubiläum „10 Jahre unsere Hüttenwirte" (Siehe Artikel!); ein Herbstfest mit Tag der Offenen Tür ist angedacht, eventuell ein regelmäßiger Stammtisch.

Wer hat Lust, bei all diesen  genannten Aufgaben und Aktivitäten mitzumachen?

Der Spruch „ehrenamtliche Arbeit macht Spaß" ist nicht nur so daher gesagt, sondern er ist wahr, wenn man entsprechend miteinander umgeht. Wir kennen uns nun viel besser. Und wir hatten ein gutes, geiles Wochenende zusammen, das tatsächlich viel Spaß uns allen Beteiligten machte.