Bericht über die Sektionsfahrt 2011 nach Imst

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Die Sektionsfahrt 2011 führte uns vom 31. Juli bis zum 07. August nach Imst im Gurgtal/Tirol. Dieser malerische Ort liegt an der Transitstrecke nach Südtirol und ist aufgrund seiner zentralen Lage ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen in den näheren und weiteren Umgebung.

Am Sonntag, 31.07., erreichten wir mit Beppo Bicks Bus unser Ziel, das Hotel „Hirschen" mitten in Imst, ausgestattet mit Hallenbad, Sauna und Badeteich. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Wirtsleute Edith und Hannes Staggl, genossen wir abends das erste Mehrgang-Menü (auch die übrige Woche wurden wir mit hervorragender Küche verwöhnt).

Am Montag unternahmen wir unter Leitung von Fremdenführerin Bernadette eine Panoramafahrt durch Imst und Umgebung, staunten, wad der Jugend heute so alles in dem Fun-Park „Area 47" geboten wird und liessen uns bei der Besichtigung einer traditionellen Weberei in Karrösten die original Tiroler Webereierzeugnisse zeigen bzw. auch teilweise einpacken. Weiter ging es zum ersten von Hermann Gmeiner gegründeten SOS-Kinderdorf, das auch den heutigen Anforderungen noch gerecht wird.

Nachmittags folgte eine Wanderung durch die beeindruckende Rosengartenschlucht (70 Mio. Jahre Erdgeschichte), mit Besichtigung der Blauen Grotte. Nach einer Einkehr ging es über den Aussichtspunkt Wetterkreuz auf dem Kapellenweg zurück nach Imst.

Bei bestem Wetter fuhren wir am Dienstag ins Sellraintal nach Praxmar/Lüsens und wanderten in mehreren Gruppen zu den Almen im Talschuss von Lüsens, mit einer Rundtour auf dem Sommer- und Winterweg, mit Aufstieg zur Langentaler Alm bzw. Westfalenhaus auf 2273 m. Hier bot sich ein herrlicher Blick auf die Nordkette der Stubaier Gletscherberge. Nach einer Rast in der Lüsenser Alm (ehem. Kloster) fuhren wir zurück über Kühtai nach Ötz und Imst. Nach dem Abendessen konnte, wer Lust hatte, noch im Hotel bei Musik das Tanzbein schwingen.

Am Mittwoch brachte uns der Bus unter Führung unseres Wirtes Hannes zum Hahntennjoch, wo wir vergeblich nach den versprochenen Gemsen Ausschau hielten. Entschädigt wurden wir auf der Maldonalpe mit frischer Milch, Buttermilch und Butterbrot.
Eine Gruppe wanderte auf dem E 4 über den Scharnitzsattel (2441 m) zur Muttekopfhütte. Die anderen fuhren mit dem Bus zurück nach Hoch-Imst und mit Lift in zwei Sektionen aufs Alpjoch. Von hier aus ging es für eine Gruppe über den gut versicherten Drischlsteig ebenfalls zur Muttekopfhütte. Die dritte Gruppe wanderte von der Mittelstation zur Latschenhütte und Untermarker Alm. Abstieg bei Regen und Gewitter, zeitweiser Ausfall der Bergbehn und der längsten Alpen-Achterbahn (3,5 km), daher teilweise zu Fuss zurück nach Imst (Höhenmeter ab Scharnitzsattel 1600 m).

Für Donnerstag war die Fahrt zum Silvretta-Stausee geplant. Wegen schlechter Wettervorhersage für die Alpennordseite wurde umdisponiert: Fahrt über den Brenner in Begleitung von Wanderführerin Bruni nach Sterzing in Südtirol. Bei herrlichem Wetter genossen wir Südtiroler Flair bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt (gegründet in der Römerzeit, Stadtrecht 1280) mit prächtigen Bürgerhäusern, Lauben, Marktplatz , Zwölferturm und Rathaus. Bei der Rückfahrt über die alte Brennerstraße war Gelegenheit zum Shoppen im Outlet-Center.
Der Tag klang zünftig aus mit einem Tiroler Abend im hoteleigenen Stadel. Mit dem Traktor bzw. zu Fuss ging es zum Bauernhof der Familie Staggl, wo uns gutes Essen,
Tanzmusik und ein tolles Programm einer Trachten- und Schuhplattler-Gruppe in Stimmung brachten.

Am Freitag fuhr uns Beppo durch das Paznauntal zum Silvretta-Stausee. In einer zweistündigen aussichtsreichen Wanderung wurde der See umrundet. Nach Durchzug eines Gewitters erfolgte die Rückfahrt bei Sonnenschein auf der 22,3 km langen kurvenreichen Silvretta-Hochalpenstraße (Traumstraße der Alpen) steil hinab durch das Montafon. Über den Arlbergpaß, mit kurzer Rast, ging es zurück nach Imst. Am Abend besuchten wir noch ein Platzkonzert der Musikkapelle Imst, die mit modernen Stücken überraschte.

Für unseren letzten Tourentag war stabiles Wetter vorhergesagt. So wanderten wir in zwei Gruppen vom Hotel aus nach Tarenz bzw. Obtarenz, auf dem Waldlehrpfad, dem Hohen Übergang und die Salvesenschlucht zum „Biermythos" auf Schloss Starkenburg. Rückweg dann zum Starkenburger See Richtung Hoch-Imst, Abstieg durch die Hachlesschlucht nach Imst. Die zweite Gruppe wanderte über die Almen des Gurgltales zurück.
Eine dritte Gruppe fuhr mit dem Postbus ins Inntal. Vom Bahnhof ging es entlang des Inns zur Pitzemündung, auf dem Louis-Trenker-Steig durch die Pitzeklamm und über Arzl zurück nach Imst.

Am Sonntag hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen von Imst, das uns mit seiner vielfältigen und abwechslungsreichen Umgebung Ungeahntes zu bieten hatte, sowie dem Hotel „Hirschen" mit seinen liebenswerten Wirtsleuten.

Wir danken unseren Organisatoren und Wanderführern Giesela und Dieter Mennecke, Gisela und Dietmar Broschinski, sowie den Vorwanderern Inge und Friedhelm Holsträter, für die wie immer perfekt organisierte und durchgführte Sektionsfahrt, die allen Teilnehmern, egal welcher Altersgruppe, in bester Erinnerung bleiben wird.

Christa Brunner